Festgeldkonto Vergleich

Für die meisten Sparer ist das wichtigste Kriterium beim einem Festgeldkonto (richtigerweise) der angebotene Festgeldzins.

Aber es gibt noch weitere Kriterien, über die man vor Abschluss eines Festgeldkontos nachgedacht haben sollte, wie z.B. persönliche steuerliche Auswirkungen bei Zinszahlungen jeweils am Ende eines Jahres oder gesamter Zins am Ende der Laufzeit. Hierzu einen Rechenbeispiel zur besseren Veranschaulichung.

Weiterhin muss man sich fragen, wie viel Sicherheit möchte ich, d.h. welcher Einlagensicherungsfonds garantiert den Erhalt meines Ersparten. Hier gibt es von Land zu Land Unterschiede.

Auch sollte man sich Gedanken machen über die Länge der Laufzeit, denn erst am Ende der Laufzeit kann man wieder über das Geld verfügen. Ab einer Laufzeit von 4-5 Jahren steigen die Zinsen nur noch langsam. Lohnt sich tatsächlich eine längere Laufzeit im Verhältnis von nur leicht erhöhtem Festgeldzins ?

Unser Festgeldrechner kann Ihnen bei all diesen Fragen ein wenig helfen, denn er zeigt Ihnen schnell, welche Bank das beste Festgeldkonto hat in Bezug auf Anlagebetrag, Anlagezeitraum sowie Wunsch der Einlagensicherheit.



Anbieter Zinsen Mindest-
Einlage
Maximal-
Einlage
Einlagen-
sicherung
Infos Kontoeröffnung
bis zu
1,40 %
5.000,00 EUR unbegrenzt Einlagensicherungsfonds: deutsch weitere
Produktdetails
zum Tagesgeldkonto der IKB
bis zu
1,25 %
2.500,00 EUR unbegrenzt Einlagensicherungsfonds: deutsch weitere
Produktdetails
zum Tagesgeldkonto der Targobank
bis zu
1,20 %
500,00 EUR unbegrenzt Einlagensicherungsfonds: oesterreich weitere
Produktdetails
zum Tagesgeldkonto der VTB Direktbank
bis zu
1,00 %
2.500,00 EUR 250.000,00 EUR Einlagensicherungsfonds: hollaendisch weitere
Produktdetails
zum Tagesgeldkonto der Credit-Europe Bank
bis zu
1,00 %
2.500,00 EUR unbegrenzt Einlagensicherungsfonds: deutsch weitere
Produktdetails
zum Tagesgeldkonto der Volkswagen Bank
bis zu
0,90 %
10.000,00 EUR unbegrenzt Einlagensicherungsfonds: deutsch weitere
Produktdetails
zum Tagesgeldkonto der swkbank
bis zu
0,75 %
500,00 EUR unbegrenzt Einlagensicherungsfonds: deutsch weitere
Produktdetails
zum Tagesgeldkonto der comdirect
bis zu
0,70 %
2.500,00 EUR unbegrenzt Einlagensicherungsfonds: deutsch weitere
Produktdetails
zum Tagesgeldkonto der Mercedes-Benz Bank
bis zu
0,20 %
keine unbegrenzt Einlagensicherungsfonds: deutsch weitere
Produktdetails
zum Tagesgeldkonto der Norisbank


Festgeldkontovergleich

Ebenso wie Tagesgeld ist Festgeld in Deutschland noch eine recht junge Anlagevariante, die für zahlreiche private Sparer erst in der letzten Dekade - nach dem Auslaufen des Dotcom-Booms und der nachfolgenden Finanzkrise Ende der 1990er/Anfang der 2000er Jahre - interessant wurde. Bis dahin dominierte auf dem deutschen Markt das traditionelle Sparbuch, Anleger mit größeren Vermögen und/oder Mut zum Risiko investierten in Aktien und Wertpapiere. Zumindest für konservative Anleger ist ein Festgeldkonto gegenüber beiden Konzepten eine optimale Alternative, die größtmögliche Sicherheit bei oft sehr attraktiven und planbaren Renditen bietet.

Heute gehört das Festgeldkonto zum Standardportfolio aller Banken, die mit Anlageprodukten am Markt präsent sind. Die meisten Institute haben gleich mehrere Festgeld-Modelle im Programm, deren Laufzeiten und Zinserträge sich oft erheblich unterscheiden. Ein ausführlicher Vergleich der Angebote ist vor einer endgültigen Entscheidung daher immer angebracht, zumal das Anlagevermögen auf einem Festgeldkonto oft für mehrere Jahre nicht verfügbar ist.

Festgeld - wie funktioniert es?

Bei einer Festgeldanlage wird die Anlagesumme von einem Referenzkonto - etwa einem Giro- oder Tagesgeldkonto - auf das Festgeldkonto transferiert und dort für einen vorher definierten Zeitraum von einem Monat bis zu zehn Jahren festgelegt. Die bei Abschluss des Anlagevertrages fest vereinbarten Zinserträge erhöhen sich pro Laufzeitjahr und werden in einem ebenfalls vorher festgelegten Intervall direkt auf das Festgeldkonto oder das Referenzkonto ausgeschüttet. Ein entsprechendes Tagesgeldkonto gibt es bei vielen Banken als Bestandteil des Gesamtpakets.

Viele Banken fordern für ihr Festgeld Mindesteinlagen, die je nach Institut zwischen 500 und 5.000 Euro differieren. Ebenso sind bei einigen Modellen Obergrenzen vorgesehen. Für kleinere Anlagesummen bieten die Institute oft sogenannte Sparbriefe an, die entweder ebenso wie Festgeld funktionieren oder während des Anlagezeitraums monatliche Sparraten erlauben. Festgeldanlagen beinhalten praktisch kein Risiko - die gesetzliche Einlagengarantie sichert pro Einzelkonto derzeit 100.000 Euro ab, die meisten Institute bieten durch ihre Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. deutlich höhere Garantien.

Die Anlagefristen für das Festgeld liegen zwischen einem Monat und mehreren Jahren. Die bei Abschluss des Anlagevertrages fest vereinbarten Zinserträge erhöhen sich pro Laufzeitjahr. Wichtig: bei den meisten Banken ist nach Eröffnung des Festgeldkontos eine vorzeitige Entnahme der Geldanlage nicht mehr möglich. Einige Modelle erlauben die monatliche Verfügung über limitierte Beträge, sofern die Mindestanlagesumme auf dem Anlagekonto verbleibt. Als zinslich sehr attraktives Anlagemodell bieten viele Kreditinstitute inzwischen auch Kombinations-Produkte aus Festgeldanlagen und Fondsinvestitionen an. Hierbei fließen 50 Prozent des Anlagevermögens auf ein Festgeldkonto und erwirtschaften dort für einen begrenzten Zeitraum von sechs Monaten oder einem Jahr deutlich überdurchschnittliche Zinserträge, die andere Hälfte wird in Fondsanteile investiert.

Festgeld im Vergleich - was ist wichtig?

Attraktive Zinserträge stehen natürlich im Vordergrund jeder Geldanlage und damit auch im Fokus eines Vergleichs verschiedener Festgeldangebote. Bei gleicher Laufzeit lassen sich bei guter Wahl des Anlagemodells oft deutlich höhere Renditen erzielen. Für Kurzzeitanlagen bis zu einem Jahr lohnt sich immer auch ein Vergleich mit den am Markt befindlichen Top-Produkten für Tagesgeld, die in diesem Segment oft renditesstärker sind. Ebenso interessant sind bei einem Vergleich von Festgeldanlagen die Zinszahlungs-Modalitäten. Bei kurzer Anlagedauer - ebenfalls meist bis zu einem Jahr - erfolgt die Zinsausschüttung bei Fälligkeit des Festgelds, darüber hinaus ist eine Kalender- oder laufzeitjährliche Zinsgutschrift die Regel, die idealerweise direkt auf das Anlagekonto fließt und so einen Zinseszins-Effekt ermöglicht. Für viele Sparer ist auch die Frage wichtig, wie lange sie sich mit ihrer Geldanlage binden wollen oder können - in diesem Fall ist ein Vergleich der Festgeld-Angebote im Hinblick auf vorzeitige Entnahmemöglichkeiten ohne Zinsverluste von Bedeutung.