Falschüberweisung beim Girokonto

Durch leichtsinnige Tipp- oder Schreibfehler kann es schnell passieren, dass eine Überweisung nicht auf dem eigentlich gewünschten Konto landet, sondern sich im Datendschungel der Kreditinstitute verirrt. Die Nutzung von Online Banking wird immer beliebter. Hierbei ist die Gefahr besonders groß, eine Überweisung abzuschicken, ohne die Daten nochmals verglichen zu haben. Ein kleiner Zahlendreher kann in diesem Fall bereits fatale Folgen haben.

Seit November des Jahres 2009 gilt eine neue EU-Richtlinie. Banken sind danach nicht mehr verpflichtet, die jeweilige Kontonummer mit dem Namen des möglichen Empfängers zu vergleichen. Bisher konnten so Falschüberweisungen ausfindig gemacht und umgehend gestoppt werden. Nun sind die Kunden diesbezüglich nicht mehr geschützt und stärker in die Pflicht genommen, Sorgfalt beim Ausfüllen von Überweisungen walten zu lassen.

Bank
Produkt
Leistungen Automaten unsere
Meinung
unsere
Bewertung
Antrag

Girokonto
Grundgebühr: 0,00 €
EC-Karte: 0,00 €
Kreditkarte: 0,00 €
Dispozinsen: 6,99%
mehr Girokontodetails
Gebührenfrei abheben an 90% aller Geldautomaten in Deutschland sehr gutes Girokonto mit sehr guter Bargeldversorgung
Bewertung
95 Punkte
zum Girokonto der ING-DiBa

Top Girokonto
Grundgebühr: 0,00 €
EC-Karte: 0,00 €
Kreditkarte: 0,00 €
Dispozinsen: 10,85%
mehr Girokontodetails
Cash Group 9.000 sehr gutes Girokonto mit sehr guter Bargeldversorgung
Bewertung
95 Punkte
zum Girokonto der Norisbank

Giro Plus
Grundgebühr: 0,00 €
EC-Karte: 0,00 €
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Dispozinsen: 6,50%
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Bewertung
95 Punkte
zum Girokonto der comdirect

DKB Cash
Grundgebühr: 0,00 €
EC-Karte: 0,00 €
Kreditkarte: 0,00 €
Dispozinsen: 6,90%
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Abhebung weltweit kostenlos sehr gutes Girokonto
mit sehr guter Bargeldversorgung und günstigem Dispo
Bewertung
95 Punkte
zum Girokonto der DKB

Girokonto
Grundgebühr: 0,00 €
EC-Karte: 0,00 €
Kreditkarte: 0,00 €
Dispozinsen: 7,98%
mehr Girokontodetails
Abhebung weltweit kostenlos gutes Girokonto
mit sehr guter Bargeldversorgung und günstigem Dispo
Bewertung
95 Punkte
zum Girokonto der Consorsbank


Wird eine Falschüberweisung bemerkt, ist schnelles Handeln notwendig. Die Hausbank sollte umgehend über die Falschüberweisung informiert werden, um die Überweisung eventuell noch zu stoppen, bevor sie dem falschen Konto gutgeschrieben wird. Mit etwas Glück kann die Falschüberweisung keinem Empfänger zugeordnet werden, da Bankleitzahl oder Kontonummer nicht existieren. In diesem Fall wird das Geld von der Bank automatisch auf das eigene Konto zurückgebucht. Werden Banken aufgefordert, im Falle einer Falschüberweisung zu recherchieren, kann dies mit zum Teil recht hohen Kosten verbunden sein. Die Beträge schwanken von Institut zu Institut und können zwischen 3 und 30 Euro betragen.

Wird die Falschüberweisung erst auf dem Kontoauszug oder durch die Mahnung des rechtmäßigen Empfängers erkannt, kompliziert sich die Situation. Den Banken ist untersagt, die Daten ihrer Kunden ohne deren Zustimmung herauszugeben. So ist dem Verursacher der Falschüberweisung zunächst nicht bekannt, wo sein Geld letztlich gelandet ist. Es empfiehlt sich nun, ein Schreiben an die Bank des fälschlichen Empfängers zu verfassen, indem man die Sachlage schildert und darum bittet, den Brief mit der entsprechenden Rückforderung an den jeweiligen Kontoinhaber weiterzuleiten. Noch besteht Hoffnung, der Empfänger der Falschüberweisung überweist das Geld umgehend zurück.

Erfolgt jedoch keine Reaktion seitens des Empfängers, sollte man einen Anwalt hinzuziehen. Da der Betrag zu unrecht auf dem Konto des Empfängers verbucht wurde, hat sich dieser, nach allgemeiner Rechtslage, “ungerechtfertigt bereichert” und ist verpflichtet, den Betrag der Falschüberweisung zurückzuzahlen. Im Gegenzug kann der Empfänger nun versuchen, sich auf “Entreicherung” zu berufen. Damit gibt er an, das Geld bereits in Umlauf gebracht zu haben und von der Buchung keine Kenntnis besessen zu haben. Da aber alle Kontoinhaber verpflichtet sind, ihre Kontoauszüge in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, wird dieser Sachlage nur äußerst selten stattgegeben. In der Regel muss die Falschüberweisung zurückgezahlt werden, auch wenn der Empfänger das Geld zwischenzeitlich bereits ausgegeben hat.

Kann ein Geschädigter die Daten des Kunden, welcher die Falschüberweisung erhielt, dagegen nicht ausfindig machen, können auch Rechtsanwälte nicht in die Sachlage eingreifen und das Geld gilt im schlimmsten Falle als verloren.

Eine Falschüberweisung lässt sich nur vermeiden, wenn Bankkunden den Betrag, die Bankleitzahl und die Kontonummer vor der Absendung oder Abgabe des Überweisers genau überprüfen. Werden Beträge in regelmäßigen Abständen an den gleichen Empfänger überwiesen, helfen Überweisungsvorlagen, eine Falschüberweisung zu vermeiden.