eigene SCHUFA-Auskunft

Die SCHUFA Holding AG versteht sich als Schutzgemeinschaft für die allgemeine Kreditsicherung und hat ihren Sitz in Wiesbaden. Bei der SCHUFA werden Daten über das Zahlungsverhalten von Personen gespeichert und Auskünfte über die Kreditwürdigkeit von Bankkunden erteilt. Die SCHUFA wird von Banken und Kreditinstituten getragen. Zu den Kunden der SCHUFA zählen, neben Banken, auch Mobilfunkanbieter oder Versandhäuser. Wird vor Gewährung eines Bankdarlehens eine negative SCHUFA-Auskunft eingeholt, führt dies in den meisten Fällen zur Ablehnung des Kredits. Die SCHUFA sieht ihre Aufgabe darin, ihre Vertragspartner zu schützen und Kreditausfällen vorzubeugen. Auch die Verbraucher werden durch die bei der SCHUFA gespeicherten Daten vor einer übermäßigen Selbstverschuldung geschützt.



Das Bundesdatenschutzgesetz räumt jeden Einzelnen das Recht ein, selbst über seine eigene Person bei der SCUFA eine Auskunft einzuholen. Weiterhin ist jeder Bürger berechtigt, eventuell fehlerhafte Daten zu seiner Person richtigstellen zu lassen. In § 34 des Bundesdatenschutzgesetzes wird jeder Person das Recht gewährt, eine Selbstauskunft bei der SCHUFA einmal jährlich in schriftlicher Form zu beantragen. Seit April des Jahres 2010 darf die SCHUFA für diese Auskunft keine Gebühren verlangen. Das entsprechende Formular kann unter www.meineschufa.de unter “Datenübersicht nach § 23 Bundesdatenschutzgesetz” als PDF-Datei abgerufen werden.

Im Internet ist es jedem Einzelnen darüber hinaus möglich, zu jeder Zeit eine SCHUFA-Auskunft zur eigenen Person einzuholen. Zum Preis von 7,80 Euro können SCHUFA-Auskünfte online beantragt oder schriftlich zugesandt werden. Wer über einen eigenen Online-Zugang verfügt, zahlt 3,90 Euro pro Selbstauskunft. Wer permanent Zugriff auf seine SCHUFA-Daten haben möchte, kann einen unbefristeten Zugang nutzen, welcher einmal jährlich für 18,50 Euro bereitgestellt wird. Für den Nutzer ergeben sich daraus viele Vorteile. Er erhält immer Zugriff auf seine Daten, kann online Fragen stellen, den Update-Service nutzen und wird regelmäßig per Email oder SMS über eventuelle Änderungen seiner hinterlegten Daten informiert. Wer in einer SCHUFA Verbraucherservicestelle Einblick in seine Daten verlangt, kann diesen Service kostenfrei nutzen.

Zu den bei der SCHUFA gespeicherten Daten zählen Name und Adresse des Betreffenden, Angaben über bestehende Konten, Kreditkarten oder Mobilfunkverträge. Vermerkt sind auch fällige Geldforderungen, welche gemahnt oder gerichtlich eingeklagt wurden, sowie die Beantragung einer privaten Insolvenz oder die Abgabe einer eidesstattlichen Erklärung. Nicht bei der SCHUFA hinterlegt werden dagegen Informationen zum Familienstand, dem Arbeitgeber oder zu Kontostand und Einkommen des Betreffenden.

Bemerkt man bei der Einholung einer SCHUFA-Selbstauskunft, dass die Daten Fehler enthalten, sollte man sich an das Verbraucherservicezentrum in Hannover wenden oder umgehend eine SCHUFA-Geschäftsstelle aufsuchen. Dort kann man sich auf den § 33 des Bundesdatenschutzgesetzes berufen, welcher die Sperrung oder Änderungen der betreffenden Daten vorschreibt. Kann die SCHUFA in einem bestimmten Zeitraum die Richtigkeit oder Unsachmäßigkeit der Daten nicht nachprüfen, sind sie bis zu einer erfolgten Klärung des Sachverhalts zu sperren. Sinn macht es in diesem Falle auch, den Verursacher des Falscheintrages zur Berichtigung der Daten aufzufordern. Die entsprechende Institution ist verpflichtet, ihre fehlerhaften Angaben bei der SCHUFA zu widerrufen und kann für eventuelle Folgen eines Falscheintrages haftbar gemacht werden.