Ratenkredit

Die Wünsche, welche wir uns ab und zu gern erfüllen möchten, sind nicht selten größer als unser Bankkonto. Die sofortige Abzahlung ist also nicht immer möglich. Aus diesem Grund nutzen zunehmend mehr Personen die Möglichkeit eines Ratenkredites. Dies ist ein Darlehen über einen festen Betrag, der innerhalb eines zu vereinbarenden Zeitraumes in Raten zurückgezahlt werden muss. Bei den Raten handelt es sich hierbei um jeweils gleich hohe Beträge. Die üblichen Laufzeiten bewegen sich zwischen 12 und 72 Monaten. Je länger die Laufzeiten sind, desto kleiner sind die Raten. Von der Länge der Laufzeiten hängt auch der Zinssatz ab.



In Bezug auf seine An- oder Verwendung wird der Ratenkredit auch als Konsumenten- oder Anschaffungskredit bezeichnet. Von Banken werden diese Art von Krediten häufig unter den Bezeichnungen wie Autokredit oder auch zum Beispiel easyCredit beworben und angeboten.

Die Ratenkredite gibt es in Deutschland bereits seit mittlerweile über 50 Jahren. Die Teilzahlungsbanken machten damals mit den Ratenkrediten ihr Hauptgeschäft, während heute diese Kredite im allgemeinen von Geschäftsbanken angeboten werden. Der Ratenkredit zählt als wichtigstes Produkt, welches von den Autobanken angeboten wird. Im direkten Vergleich kann man bei einigen Direktbanken einen Ratenkredit günstiger bekommen als bei Filialbanken. Ein Vergleich lohnt sich aber dennoch, denn mittlerweile ist das so genannte Vergabeverfahren auch bei den Filialbanken vereinfacht und standardisiert worden. Der Abschluss einer Restkreditversicherung ist im Übrigen nicht zwingend erforderlich ist.

Während Geschäftskunden größere Anschaffungen über Leasing abwickeln, so gehören Ratenkredite zu den meistens standardisierten Bankprodukten für Privatkunden. Der Ratenkredit wird zumeist als Blankokredit gewährt, das bedeutet, dieser Kredit wird ohne Sicherheiten an einen Kreditnehmer vergeben. Nur die persönliche Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers ist hier der ausschlaggebende Punkt. Wenn die Bonität des Kreditnehmers für die Zusage eines Ratenkredites nicht ausreichen sollte, ist es möglich, das zusätzlich eine Bankbürgschaft gefordert wird. Werden Kraftfahrzeuge finanziert, erfolgt üblicherweise eine Sicherungsübereignung des Autos. Mittlerweile gibt es aber auch Kreditinstitute, die auf diese Sicherungsübereignung verzichten, um eine standardisiert und effektive Bearbeitung gewährleisten zu können.

Wie oben bereits erwähnt, erfolgt die Rückzahlung in gleichen Monatsraten. In diesen Raten sind die Zinsen, gegebenenfalls auch die Gebühren des Kreditinstitutes sowie die Tilgung enthalten. Bevor man sich für ein Kreditinstitut, zwecks Ratenkredits, entscheidet, sollte man sich vorher über die Höhe der Zinsen informieren, denn diese sind von Kreditinstitut zu Kreditinstitut unterschiedlich. Der leichteren Vergleichbarkeit wegen, in Bezug auf die Kreditkosten der einzelnen Kreditgeber, muss der Effektivzins immer im Kreditvertrag angegeben werden. Da die Zinsen bei einem Ratenkredit im Vergleich zum Dispositionskredit oftmals niedriger sind, sollte man sich immer für die Ratenzahlung entscheiden, anstatt seinen Disporahmen voll auszuschöpfen. Die Bearbeitungsgebühren betragen üblicherweise bis zu 2 Prozent der Kreditsumme. Es ist nicht unüblich, dass bei dem Abschluss eines Ratenkreditvertrages auch eine Restschuldversicherung abgeschlossen wird. Diese Versicherung verursacht natürlich weitere Kosten. Wenn man einen Ratenkredit abschließt, sollte man sich auch im Klaren sein, dass dieser in die Schufa eingetragen wird.

Hilfreich bei der Auswahl der richtigen Bank sind auch Testurteile im Internet von Kunden, die die Kreditbank bewerten. Leicht kann man diese Test finden, wenn man Ratenkredit Test eingibt.

Der Ratenzahlungsvertrag kann sowohl durch die Bank als auch durch den Kreditnehmer gekündigt werden. Wenn die Bank den Ratenzahlungsvertrag kündigen möchte, müssen alle der folgenden Bedingungen erfolgt sein: 1. der Kreditnehmer ist mit mindestens zwei aufeinander folgende Raten teilweise oder ganz in Verzug; 2. je nach der Laufzeit des Ratenkredites müssen gewisse Prozente des Nennbetrages des Darlehens bestehen, die da wären: mindestens 10%, wenn die Laufzeit des Ratenkredites unter drei Jahren liegt oder 5%, wenn sie über drei Jahren liegt; 3. seitens der Bank müssen zwei Mahnungen erfolgt sein, in denen ein Hinweis auf die drohende Kreditkündigung enthalten sein muss. Kündigt der Kreditnehmer, wird es nicht ganz so kompliziert, denn dieser kann den mit einer Frist von 3 Monaten den Kredit 6 Monate nach der Auszahlung kündigen. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fällt zwar nicht an, aber dennoch besteht kein Anrecht an die Bank, dass diese die Bearbeitungsgebühr zurückzahlt. Die Bearbeitungsgebühr kann bis zu 2% des Kreditbetrages ausmachen. Die Bank darf sogar eine angemessene Gebühr für die Bearbeitung der Kündigung erheben.