Warum Tagesgeld ?

Tagesgeld wird auf verzinsten Konten angelegt und steht dem Sparer jederzeit zur Verfügung. Im Gegensatz zum Sparbuch gibt es beim Tagesgeld keine Kündigungsfristen. Die unmittelbare Verfügbarkeit, die relativ hohe Verzinsung und der Wegfall unnötig langer Kündigungsfristen sind als Vorteile von Tagesgeld zu nennen. Tagesgeldkonten sind jedoch nicht für den allgemeinen Zahlungsverkehr bestimmt. Es können also keine Überweisungen auf Fremdkonten vorgenommen und keine Lastschriftaufträge beglichen werden.

Anbieter Zinsen Zinsgutschrift weitere Informationen Kontoeröffnung
1,00 % jeweils
zum
Quartalsende
1,00% Zinsen bis 25.000 €
0,05% Zinsen bis 100.000 €
0,00% Zinsen für mehr als 100.000 €
Zinsgarantie für 6 Monate
weitere Informationen
Einlagensicherungsfonds: deutsch zum Tagesgeldkonto der
0,75 % jeweils
zum 31.12.
0,75% Zinsen bis 50.000 €
0,05% Zinsen für mehr als 50.000 €
Zinsgarantie für 4 Monate
weitere Informationen
Einlagensicherungsfonds: deutsch zum Tagesgeldkonto der
0,25 % jeweils
zum
Quartalsende
0,25% Zinsen auf das gesamte Guthaben
weitere Informationen
Einlagensicherungsfonds: oesterreich zum Tagesgeldkonto der
Das Tagesgeld wird in der Regel für ein Jahr verzinst. Die Auszahlung der Zinsen variiert von Bank zu Bank und kann jährlich, vierteljährlich oder auch monatlich geschehen. Allgemein wird angenommen, dass Zinsen mit einer langfristigen Geldanlage entsprechend steigen und daher bei Tagesgeld recht niedrig ausfallen müssen. Doch die Banken sehen sich, was die Verzinsung angeht, in Zugzwang und müssen bei Niedrigzins damit rechnen, dass der Sparer sein Geld umgehend bei einer anderen Bank anlegt. Daher übersteigt der Zinssatz von Tagesgeld deutlich die Verzinsung eines herkömmlichen Sparbuches. Die Banken sind berechtigt, den Zinssatz für Tagesgeld täglich zu ändern. In Einzelfällen werden dem Kunden als Einstiegsangebote über einen bestimmten Zeitraum feste Zinsen garantiert.

Tagesgeld wird oftmals ausschließlich online angeboten, dies senkt den Verwaltungsaufwand der Banken und schlägt sich in einer höheren Verzinsung nieder. Viele Banken nutzen attraktive Tagesgeld-Angebote zur Kundengewinnung, um auch andere lukrative Bankprodukte, wie zum Bespiel Fonds, anbieten zu können. Die Zinsen von Tagesgeld werden in Normal- und Effektivzins unterschieden. Unter dem Normalzins versteht man dem am Ende eines jeden Sparjahres erzielten prozentualen Zinsertrag. Auf den Effektivzins wird der im Sparjahr erzielte Zinseszins aufgeschlagen. Darunter sind bereits erhaltene und wieder angelegte Zinsen zu verstehen, welche zum Beispiel bei einer monatlichen Auszahlung der Tagesgeld-Zinsen anfallen.

Das Tagesgeld ist täglich verfügbar, allerdings muss der Sparer, um an sein Geld zu gelangen, den entsprechenden Betrag auf ein vorab angegebenes Girokonto einzahlen. Diese Transaktion wird etwa zwei bis drei Werktage in Anspruch nehmen. Erst dann kann das Tagesgeld in bar vom Konto abgehoben oder weiter überwiesen werden. Manche Banken bieten Tagesgeld mit entsprechenden Geldkarten an, so dass die Beträge am Automaten sofort verfügbar ist. Ein bargeldloser Zahlungsverkehr, wie von der EC-Karte geläufig, ist jedoch mit Tagesgeld nicht möglich. Tagesgeldkonten sind reine Guthabenkonten und dürfen kein Soll aufweisen. Tagesgeld unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung bis zum europäischen Mindestmaß von 20 000 Euro. Geschützt sind 90% des Gesamtguthabens. Einen zusätzlichen Schutz für Tagesgeld bieten spezielle Einlagenfonds, welche bei den einzelnen Banken zu erfragen sind.

Bis in die 1990er Jahre führte das Tagesgeld eher ein Schattendasein. Eine weit größere Bedeutung besaßen die Sparbücher. Lediglich Firmen machten von der täglichen Verfügbarkeit des Tagesgelds regen Gebrauch. Durch den Börsen-Crash im Jahre 2000 sank das allgemeine Vertrauen in das Aktiengeschäft und das Interesse am Tagesgeld stieg. Auch wenn die Banken zum Teil groß angelegte Werbekampagnen starteten, um ihre Fonds zu vermarkten, gewannen sichere Geldanlagen, wie das Tagesgeld, eindeutig an Priorität. Bankgeschäfte wurden in den Folgejahren mehr und mehr über das Internet abgewickelt. Die erste Internet-Bank hatte im Jahre 2000 ausschließlich Tagesgeld im Angebot. Dieser Alleingang scheiterte bereits im Folgejahr, doch die Anleger erhielten umgehend ihre Gelder zurück, was für die Sicherheit von Tagesgeld bürgte. Fast jede Bank in Deutschland vermittelt heute Tagesgeld. Als Zugpferde gelten dabei so genannte Kombi-Produkte. Ein entsprechend hoher Tagesgeldzins ist an eine entsprechende Investition in Fonds gebunden.

Tagesgeld zählt zu den sichersten Geldanlagen und bietet zahlreiche weitere Vorteile. Gerade junge Sparer schätzen die Flexibilität und Ungebundenheit des Tagesgeldkontos. Die Kontoführung ist kostenlos und es wird keine Mindestanlage verlangt. Es wird täglich verzinst und die Zinsen liegen bei etwa drei bis fünf Prozent über dem Zinssatz eines herkömmlichen Sparbuches. Um einen günstigen Anbieter von Tagesgeld zu finden, lohnt der Vergleich der einzelnen Anbieter. Oft sind die Zinsen bei Online-Banken höher als bei der Hausbank. Für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos werden bei der Hausbank der Ausweis und die Meldebestätigung benötigt. Im Internet wird eine Ausweiskopie verlangt. Binnen weniger Tage ist das Tagesgeld verfügbar.